Review: Master and Commander by Patrick O’Brian (German)

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Buch: Kurs auf Spaniens Küste (Aubrey-Maturin #1)
Originaltitel: Master and Commander
Autor: Patrick O’Brian
Seitenzahl: 512
Verlag: Ullstein
Veröffentlicht: 2008

Inhalt:

Obwohl Captain Jack Aubrey bei seinem ersten eigenen Kommando seine Slup Sophie verliert, steigt sein Ruhm kometenartig zum Navy-Himmel: Kein anderer segelt derart taktisch gewitzt und stört so erfolgreich die feindliche Handelsschifffahrt, keiner erbeutet auch nur halb so viele Prisen wie er. Doch statt der Beförderung folgt ein Kriegsgerichtsverfahren – hat er doch dem falschen Mann zu große Hörner aufgesetzt…

Meinung:

Auch wenn ich aufgrund meines nicht vorhandenen Interesses für die Royal Navy und Seefahrt im Allgemeinen nur recht unwillig mit dem Buch begonnen habe, bin ich sehr froh, dass ich mit der Geschichte angefangen habe. Im ersten Kapitel treffen die beiden wichtigsten Charaktere, Jack Aubrey und Stephen Maturin, aufeinander. Auch wenn sie sich nicht auf Anhieb verstehen, werden sie doch im Laufe des Buchs enge Freunde. Die beiden, wie auch der Rest der Besetzung der Sophie sind auf Anhieb sympathisch. Die Charaktere sind detailreich beschrieben, mit kleinen Eigenarten, wie man sie auch aus dem richtigen Leben kennt, sodass man sie sich sehr gut vorstellen und in sie hineinversetzen kann. Sehr oft musste ich schmunzeln, wenn nicht gar lachen. Die Interaktionen der Personen sind abwechslungsreich und voll Witz geschrieben. Vor allem Jack und Stephen kommen mir des Öfteren unwissend und schusselig vor, was sie mir nur umso sympathischer macht.
Als ich mich erst einmal etwas eingelesen hatte und mit der Materie vertraut gemacht hatte, kam ich dank des leichten, sehr flüssigen Schreibstils gut voran. Ich habe gehört, dass die deutsche Übersetzung als weniger gelungen gilt, allerdings kann ich mich dieser Meinung nicht anschließen. Ich habe zwar das englische Original nicht gelesen, aber mit hat die Sprache sehr gut gefallen. Manche Ausdrücke blieben mir besonders in Erinnerung, wie beispielsweise ein verärgerter Ausruf Jack Aubreys: „Küß mich achtern!“
Womit ich, vor allem zu Beginn, Probleme hatte, waren die vielen seemännischen Begriffe. Zum Glück gibt es hinten im Buch einen Anhang, wo die meisten erklärt werden, sowie ein Schaublid, das den Schiffsaufbau erläutert. Aber dennoch konnte ich nicht jedes Manöver richtig nachvollziehen. Ich muss dazu sagen, dass es aber auch nicht unbedingt notwendig ist, alles genau zu verstehen.
Was mich außerdem etwas irritiert hat, waren die verschiedenen Erzählperspektiven, die ohne Vorwarnung wechselten, sodass ich manchmal etwas länger gebraucht habe, um zu erkennen, aus der Sicht welchen Charakters hier jetzt gerade erzählt wird. Genauso erging es mir auch mit Zeitsprüngen. Teilweise wurde eine Situation sehr detailreich beschrieben, nur um in der nächsten Zeile abzubrechen und zu einem Augenblick ein paar Tage später zu springen.
Alles in allem war ich jedoch sehr begeistert von dem Buch. Sowohl die Zeit, als auch das Leben auf See sind realistisch geschildert. Die Charaktere und ihre Umgebung sind mit vielen Details und Facetten versehen und in bunten Farben geschildert. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und einfach in dem Buch versinken.

Bewertung:

★★★★/5

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