Rezension: Maupassant von Arne Ulbricht

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Buch: Maupassant
Autor: Arne Ulbricht
Seitenzahl: 246 (Taschenbuch)
Verlag: KLAK
Veröffentlicht: 19. Mai 2017
ISBN: 978-3943767797

Inhalt:

Bis heute gehört Guy de Maupassant (1850-1893) zu den meist gelesenen Klassikern der Weltliteratur. Aber wenig bekannt ist, was sich hinter der Fassade des Dandys und Frauenhelden verbirgt, der sogar die Prostituierten zu beeindrucken wusste. Der als Soldat im Krieg gegen Preußen achtzig Kilometer in Eiseskälte marschierte und den Krieg hassen lernte. Darüber hinaus war er ein vitaler Sportler, der sich mit seinen Freunden aus der Pariser Boheme vergnügte, während die Impressionisten die Landschaften der Normandie, das absinthgeschwängerte Paris und die Salons der Schönen und Berühmten auf der Leinwand festhielten. Von den literarischen Giganten Gustave Flaubert und Emile Zola wegen seiner Originalität und seinem Witz gefördert, war sein künstlerischer Durchbruch allerdings alles andere als ein leichtes Spiel.

Quelle: KLAK Verlag

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Meinung:

Ich habe mich bisher nicht wirklich mit Guy de Maupassant auseinandergesetzt, oder wirklich viel von ihm gelesen. Aber trotzdem wollte ich das Buch unbedingt lesen und fand das Konzept eines biografischen Romans sehr interessant. So lernt man etwas über die Person, allerdings nicht in einer trockenen Art und Weise, sondern mit Charme und spannender Erzählweise. Arne Ulbricht setzt dies auch einfach ganz fabelhaft um, sodass das Lesen wirklich Spaß macht.

Allerdings fand ich den Einstieg etwas schwierig. Denn das Buch beginnt ganz am Ende Maupassants Leben. Dies fand ich relativ verwirrend und ich hatte schon Angst, dass die ganze Geschichte so erzählt werden würde. Dem war aber nicht so. Nach dem Prolog kommt dann der Einstieg in Maupassants Kindheit, von dort wird dann sein Leben bis zum Beginn seiner großen Erfolge erzählt. Dabei tauchen alle prägenden Personen im Leben des Schrifstellers auf, sowie wichtige Gespräche. Letztere sind allerdings oft zusammengefasst, was aber gut ist, da der Roman sonst wahrscheinlich gewaltige Ausmaße annähme. Auch Leser, die sich nicht mit Maupassant beschäftigt haben, bekommen so einen wunderbaren Einblick in sein Leben. Authentisch und detailreich erzählt, schafft der Autor eine anschauliche Atmosphäre und ein Umfeld Maupassants, in das man sich sehr gut hineinfühlen kann. Meiner Meinung nach, hat das Buch auch eine sehr gute Länge, sodass dem Leser Wichtiges von Maupassant vermittelt wird, ohne dass es zu viel wird. Auch den Erzähstil und die Sprache finde ich angemessen, sie ist nicht hochtrabend und kompliziert, passt aber dennoch zur Zeit des 19. Jahrhunderts. Es ist gut möglich, dem Leben Maupassants zu folgen und die Jahre von seiner Kindheit bis zu seinem Erfolg nachzuvollziehen.

Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wären auch noch die Erfolgsjahre Guy de Maupassants. Denn so ist leider kein ausreichender Übergang zwischen Prolog und dem Rest der Geschichte geschaffen. So tauchen im Prolog Personen auf, die davor überhaupt nicht wichtig sind, jedoch eine relativ wichtige Rolle für Maupassant gespielt haben. Entweder hätte der Autor diesen Teil weglassen sollen, oder mehr Informationen dazu liefern sollen.

Alles in allem war ich aber begeistert von dem Buch. Ich habe viel erfahren und hatte Spaß beim Lesen. Ein Buch, dass sicher sowohl Maupassant-Fans als auch Neulinge zu begeistern vermag.

Rating:

★★★★/5

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