book review

Sterne über Rom von Karen Swan [Rezension]

21/07/2019

Werbung | Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten.
Vielen Dank hierfür!

Um was geht’s?

Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt und das Dolce Vita ist. Als sie Bekanntschaft mit ihrer Nachbarin macht, der berühmten Viscontessa Elena, sind sich beide sofort sympathisch. Nach einiger Zeit willigt Cesca sogar ein, Elenas Memoiren zu verfassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr beschleicht Cesca das Gefühl, dass Elena etwas vor ihr verbirgt. Als auf einer Baustelle ein wertvoller Diamantring gefunden wird, der angeblich Elena gehört, stellt Cesca zusammen mit dem attraktiven Archäologen Nico Nachforschungen an – und fördert ein tragisches Geheimnis zu Tage. (goodreads)

Buch: Sterne über Rom | Autorin: Karen Swan | Übersetzerin: Gertrud Wittich | Originaltitel: The Rome Affair | Erschienen: 18. März 2019 | Seiten: 544

Meine Meinung:

Was mich zuerst zu dem Buch hingezogen hat, war das Cover. Es lässt eine wunderbar sommerliche Liebesgeschichte vermuten und das war auch genau das, was ich erwartet habe, vor allem weil ja auch ein attraktiver Archäologe erwähnt wird. Und die Liebesgeschichte gab es auch. Allerdings spielte sie nicht eine so große Rolle, wie ich erwartet hatte. Allgemein war das Buch doch ganz anders als meine Erwartungen.

Einerseits war das schön, andererseits habe ich mich mit manchen Dingen etwas schwer getan. Mit dem Einstieg zum Beispiel. Das Buch beginnt mit Cesca, die nach einem Treffen mit ihren Freunden nach Hause läuft. In dieser Zeit wird unheimlich viel von Rom beschrieben. Das bringt zwar eine schöne Atmosphäre und lässt Rom irgendwie zum Leben erwachen, allerdings fühlte ich mich von den ganzen Informationen und Straßennamen etwas erschlagen. Je öfter sie dann erwähnt werden und je vertrauter ich mit der Szenerie und der Umgebung wurde, desto leichter fiel es mir damit zurechtzukommen. Aber dennoch war es etwas zu viel für meinen Geschmack, insbesondere weil später noch viel, viel mehr Beschreibungen kommen. Ich bin hin- und hergerissen, ob sie mich begeistern oder nicht. Denn wie gesagt, sie sorgten dafür, dass ich mir alles vorstellen kann und die Vespas höre und die Pizza rieche und die Sommerluft auf meiner Haut spüre. Aber es waren einfach so unglaublich viele Details.

Die Geschichte dreht sich um zwei Frauen, Elena und Cesca, deren Leben durch einen Zufall miteinander verwoben werden. Elena ist eine alte Dame, die zur adligen Oberschicht Roms gehört. Cesca ist Engländerin und kann sich mit ihrem Job als Städteführerin gerade so über Wasser halten. Die beiden sind von Grund auf verschieden, dennoch soll Cesca Elenas Biografie schreiben. Zusätzlich zu dem, was Elena erzählt, bekommen wir immer wieder Rückblicke zu ihrem Leben, inklusive sämtlichen Dramen, Skandalen und Liebschaften einer Frau der High Society. In all den Kapiteln wird Elena zu einer greifbaren Person mit vielen Facetten und Gesichtern. Ich konnte mich mit ihrem Charakter leider nicht wirklich anfreunden. Im Gegenteil, sie war mir regelrecht unsympathisch, sowohl als junge, als auch als alte Frau. Das hat für mich leider vieles kaputt gemacht. Ich verstehe sie und ihre Beweggründe zwar, trotzdem mochte ich sie leider überhaupt nicht.

Cesca hingegen ist ein wuderbarer Charakter. Sie habe ich mit ihrer offenen, ehrlichen Art sofort ins Herz geschlossen. Selbst wenn sie darüber nachdenkt, ob und wie sie etwas sagen sollte, kommt es oft falsch heraus, was sie in manch prekäre Situation bringt. Sie möchte der wahren Elena auf den Grund gehen und lernt dabei sehr viel über die Dame, aber auch über sich, Rom und die Menschheit. Außerdem muss sie mit Nico, dem Archäologen klarkommen. Ich fand es sehr schön, dass die Liebesgeschichte zwischen den beiden nicht den größten Teil der Geschichte eingenommen hat, sondern viel mehr die Erforschung von Elenas Leben. Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre ein bisschen mehr Fokus auf Cescas Blog. Dieser ist schließlich relativ erfolgreich, kommt aber in der Geschichte nicht sehr oft zur Sprache.

Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch mich überrascht hat, teilweise positiv, teilweise leider auch negativ. Das Buch ist eine schöne Mischung aus sommerlicher Liebesgeschichte mit großen Anteilen Mystery, Krimi und Biografie. Und definitiv tiefgründiger als erwartet und sicherlich keine seichte Liebesgeschichte!

Rating:


Andere Meinungen zum Buch:


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